Montag, 30. Juni 2008

Jardín de Cactus

Der Kaktusgarten Jardín de Cactus ist das letzte, von César Manrique im Auftrag der Inselregierung Lanzarotes entworfene touristische Zentraum. Der Garten in der Nähe von Teguise liegt in einem Gebiet, wo die Cochinillezucht betrieben wird. Die Cochinille ist eine Blattlaus, die auf den Blättern der Feigenkakteen lebt und aus deren Larven der Farbstoff Karmin gewonnen wird. Im Garten selbst gibt es eine Sammlung von über 1.420 verschiedenen Kaktusarten. Da meine Speicherkarte in der Digicam nicht ganz so viel Platz für Bilder bietet, habe ich mich auf wenige Exemplare und deren Blüten konzentriert. Beachtenswert finde ich auch die Größe der sogenannten Schwiegermuttersitze. Wer gedacht hat, dass man die Toilettenpiktogramme von gestern nicht toppen kann, wird hier im Kaktusgarten eines Besseren belehrt.

Sonntag, 29. Juni 2008

Teguise

Heute waren wir auf dem Sonntagsmarkt in Teguise. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz und zählt zu den Schmuckstücken der Insel. Auf dem Markt wird allerhand Inseluntypisches angeboten. So ist auch die große Trommel, die ich heute erstanden habe, eher afrikanischer Herkunft. Aber egal, in Deutschland würde ich dafür weit aus mehr bezahlen müssen. Ich hoffe, dass ich die Trommel als Handgepäck mitführen kann. In dem kleinen Laden La Cantina, habe ich dann im Innenhof eine ganze Band aus Altmetall entdeckt. Auch die Toilettenpiktogramme fand ich sehr ammüssant. Unsere Frauen haben auch das eine oder andere schmucke Kleidungsstück erstanden. Wer bei der Kleiderwahl seiner Frau ganz sicher gehen wollte, musste Wohl oder Übel beim Umziehen zuschauen.

Samstag, 28. Juni 2008

Calima

Calima ist kein Ort auf Lanzarote, sondern eine Wetterlage mit Ostwind, bei der feiner (Sahara-) Sandstaub aus Afrika frei Haus geliefert wird. Das Bild zeigt die Wettersituation gegen 19 Uhr hinter unserem Quartier. Heute hatten wir mit der Wetterlage insofern noch Glück, da wir zusätzlich Nordwind haben. Hätten wir diesen Wind nicht, wäre es tagsüber und auch nachts deutlich wärmer und unerträglicher. Wir haben heute mit den Ausflügen etwas paussiert, daher gibt es heute auch keine weiteren Bilder. Am späten Nachmittag waren noch am Playa del Honda, nähe Arrecife zum Baden.

Freitag, 27. Juni 2008

El Golfo

Natürlich mussten wir auch die Lagune Lago Verde in El Golfo besichtigen. Ursprünglich war an dieser Stelle beim Vulkanausbruch 1793 ein Krater entstanden, dessen Wände relativ weich waren, so dass sich das stürmische Meer eine Hälfte davon holte. Leider gibt die Kamera nicht die Vielfalt der Farben (Gelb, Ocker, Braun, Schwarz, Grün und Orange) wieder, die man hier an den Wänden aus Lava und Tuff entdecken kann. An diesem Strand lässt es sich nur aushalten, wenn ein entsprechender Wind geht. Auch hier ist Baden nicht empfohlen, dennoch ein toller Platz für die Racker, um Olivine zu suchen und in den Wellen zu spielen.

Los Hervideros

Der Name Los Hervideros bedeutet die Brodelnden. Bei starkem Seegang hat man den Eindruck, einen brodelnden Dampfkessel unter sich zu haben. Wir hatten heute etwas düsiges Wetter und starke Winde, weshalb wir nicht in die Feuerberge gefahren sind, sondern hier zu dem 4 km südlich von El Golfo liegenden Fjord. Wir erlebten zwar keinen brodelnden Dampfkessel, doch die Fahrt hierher hat sich dennoch gelohnt.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Jameos del Agua

Heute haben wir das Grottensystem von Jameos del Agua besichtigt. Hier findet man die unter Artenschutz stehenden weißen Albinokrebse mit dem wissenschaftlichen Namen munidopsis polymorpha. Zwei der Exemplare davon konnten wir heute unter erschwerten Bedingungen (Blitz) auch ablichten. Im Casa de los Volcanes konnten wir anschließend auch einiges über die Vulkanwelt hier auf den Canaren und insbesondere auf Lanzarote lernen. Ein guter Besichtigungstermin ist so um die Mittagszeit, wenn die meisten Touristen ihr Mittagessen einnehmen. So einen guten Tipp erhält man, wenn man seinen familieneigenen Fremdenführer dabei hat.


Mittwoch, 25. Juni 2008

Los Ajaches - Los Papagayo

Das Gebiet Los Ajaches hinter dem Castillo de las Coloradas wurde 1998 zum Naturschutzgebiet erklärt. Am Strand von Los Papagayo wird von den Autofahrern üblicherweise eine Eintrittsgebühr verlangt, aber dadurch, dass wir ja von Inselanwohnern begleitet werden, entfällt das Eintrittsgeld. Das Wasser ist absolut sauber und lädt förmlich zum Baden ein. Beliebt ist dieser Strand bei den FKK-Fans, aber die wenigen die da waren, naja, es gibt Schöneres. Unser Mietwagen, ein OPEL Astra wird bei diesen Touren ganz schön strapaziert, aber offensichtlich hält der Wagen mehr auf diesen Touren aus, als man erwartet. Die Klimaanalage funktioniert ordentlich und das ist das Wichtigste. Es ist tagsüber schon sehr heiß, aber durch den ständigen Wind kann man die Sonne bestens vertragen.

Castillo de las Coloradas

Heute ging es nach einem kurzen Zwischenhalt an der Geschäftspromenade von Playa Blanca zum Castillo de las Coloradas. Auf dem Kastell, welches 1769 errichtet wurde, gibt es einen kleinen offenen Glockenstuhl sowie eine kleine steile Treppe zum Eingang. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf den Strand Los Papagayo, den wir natürlich im Anschluss zum Baden aufgesucht haben. Wir haben herrlichstes Wetter und das Wasser scheint nur im ersten Moment des Eintauchens kühl zu sein.

Dienstag, 24. Juni 2008

Playa Salinas de Janubio

Unterhalb der Salinas de Janubio gibt es einen langgezogenen schwarzen Sandstrand. Wer also der Meinung ist, dass Sand immer weiß sein muss, wird hier auf Lanzarote eines besseren belehrt. Über Jahrhunderte scheint sich dieser Sand aus Lava gebildet zu haben. Schwimmen ist an dieser Stelle nicht unbedingt zu empfehlen, daher haben sich unsere Racker für Eingraben entschieden. Der schwarze Sand auf der Haut gibt ein wenig das Gefühl wie ein Peeling aus Mohnkörnern. Unter den Lavaperlen kann man viele kleine Halbedelsteinchen, den sogenannten grünen Olivinen, finden. Klar, dass unserer Racker einige schöne Exemplare gesammelt haben. Die Salinen stehen natürlich auch auf unserem Besichtigungsprogramm, aber heute musste es einfach mal wieder die Berührung mit dem Antlantik sein.

Karting

Wie gewünscht, gibt es auch ein Bild von unseren Rackern. Sie haben sich in das Kart gesetzt und sind gefahren, als hätten sie vorher nie was anderes gemacht. Die Preise sind auch o.k. - auf dem Heinerfest Karusellfahren ist auch nicht viel günstiger. Übrigens für alle Autofahrer unter den Lesern: hier kostet der Liter Normal bleifrei noch knapp unter einem Euro. Da fragt man sich doch glatt, wer uns in Deutschland mal wieder so richtig abzockt?

Montag, 23. Juni 2008

Sonnenwendfeuer


Am späten Abend konnten wir einem Brauch beiwohnen, der jedem verantwortungsvollem Europäer die Tränen in die Augen treiben müsste. Auf der ganzen Insel wurden Holzscheiterhaufen gebildet, die am Abend angezündet wurden. Ein Bauer hier in Tias nutzte dabei wohl die Gelegenheit, seine ganzen Gartenabfälle gleich mit zu verbrennen. Das Feuer war dann auch gleich so groß, dass Zivilschutz, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst gleichzeitig anrückten. Die Rauchentwicklung war so stark, das Puerto del Carmen zeitweise im Neben lag. Ein Brauchtum, das auf den ersten Moment ganz toll und aufregend auch für Kinder ist, kann mit einem gesunden Menschverstand nicht befürwortet werden. Wir werden unsere Umwelt schon noch klein bekommen, da helfen auch keine EU Gesetzte. Die Menschen, die einen solchen Haufen bilden, schert es obendrein überhaupt nicht, was ihre Nachbarn dazu sagen und wohin die Funken fliegen. Beachtlich ist allerdings, dass es in den letzten Jahren keine größeren Brandschäden gab. Nur musste wohl die eine oder andere Finca nach diesem Feuer wieder weiß gestrichen werden. Der Tag nach diesem merkwürdigen Brauch ist ein Feiertag auf der ganzen Insel.

Cueva de los Verdes

Heute waren wir in der Grotte "Cueva de los Verdes", einem Vulkantunnel, der vor 3000-4000 Jahren nach Vulkanausbrüchen entstand. Diese Grotte hier bildete sich, nachdem die Oberfläche der Lavaströme an der Luft erkaltet und erstarrt war, während sich darunter dieses einzigartige Gebilde aus Höhlen und Gelerien formte. Die Höhle ist über 2 km Länge begehbar und beherbegt auch ein natürliches Auditorium mit einer ausgezeichneten Akustik, in der regelmäßig Konzerte aufgeführt werden. Die Aufnahme links ist eine optische Täuschung. Dem Betrachter wird es selbst überlassen, herauszufinden, wierum das Foto eingestellt wurde.

Die Weinstraße

Gestern fuhren wir auf dem Rückweg entlang der Weinstraße durch das bedeutendste Weingebiet Lanzarotes. Hier sind die Weinreben in 2 m tiefe Trichter aus schwarzen Lapillischichten gesetzt, umgeben von Mauern aus Lavasteinen zum Schutz gegen den Wind. Die Lapilli, poröse Lavakörnchen, speichern den Nachttau und geben die Feuchtigkeit an den Boden darunter ab. Keine schlechte Art mit der Trockenheit hier auf der Insel umzugehen. Der Wein selbst ist lecker und man schmeckt ihm die Mühen, die er macht überhaupt nicht an. In einer Weinkellerei sind wir noch nicht eingekehrt, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Prost!
Verglichen mit dem Blick auf einen deutschen Weinberg, ist diese Weinbauanlage mit seiner dunklen Erde, den dunklen Mäuerchen und dem gelegentlichen Blick auf eine grünes Pflänzchen , das sich hinter das Mäuerchen duckt, sehr befremdlich. Das dabei dennoch leckerer Wein herauskommt ist eine große Leistung von Mensch und Natur.

Sonntag, 22. Juni 2008

Puerto Calero


Heute haben wir den Hafen "Puerto Calero" besichtigt. Hier bereitet sich das Ericsson Renn Team auf das Volvo Ozean Rennen vor, welches von Alicante in Spanien im Oktober 2008 startet.

Auf Lanzarote angekommen


Soeben haben wir unser Quartier bezogen, natürlich mit Blick auf das Meer. Wer allerdings Rasen haben möchte, sucht diesen auf Lanzarote vergeblich. Die wenigen richtig grünen Flecken sind Golfplätzen und größeren Hotelanlagen vorenthalten...Wir sind also gut gelandet. Wir hatten in Frankfurt leichte Startschwierigkeiten, weil ein Koffer zu viel an Bord war. Er wurde gefunden und unsere Koffer waren zum Glück immer noch an Bord. Am Zielort angekommen musste man feststellen, dass es bei den Spaniern auch nicht so perfekt funktioniert. Am Abend durfte ich dann noch Mitflieger kennenlernen, deren Koffer noch in Frankfurt verweilten und wir hörten, dass zwei Familien gleich ohne Koffer ankamen.